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Sprinkler allein reichen nicht aus: Wie man einen EV-Brand in einem Parkhaus eindämmt

The solution to isolate EV car fires

Sprinkler allein reichen nicht aus: Wie man einen EV-Brand in einem Parkhaus eindämmt

Brände von Elektrofahrzeugen in Parkhäusern geraten zunehmend in die Schlagzeilen. Von Tiefgaragen bis zu mehrstöckigen Parkhäusern an Flughäfen, von Parkflächen in Einkaufszentren bis zu Wohngebäuden – das Risiko eines Brandes einer Lithium-Ionen-Batterie, insbesondere in der Nähe von Ladepunkten, ist zu einer der dringendsten Herausforderungen im Brandschutz unserer Zeit geworden. Sicherheitsverantwortliche, Feuerwehren und Betreiber von Parkhäusern stellen sich daher zu Recht dieselbe Frage: Sind wir darauf vorbereitet?

Für viele lautete die beruhigende Antwort bislang: „Wir haben Sprinkler.“ Und obwohl Sprinkler eine wichtige erste Verteidigungslinie darstellen, erfordert die Realität eines EV-Batteriebrands deutlich mehr. Dieser Artikel erklärt, warum das so ist und wie ein umfassendes, bewährtes Eindämmungskonzept aussieht.

Warum EV-Brände anders sind

Ein Brand in einem herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeug verhält sich auf eine Weise, die Feuerwehren gut kennen. Wird der Sauerstoff entzogen und Wasser eingesetzt, kann das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Ein Brand einer Lithium-Ionen-Batterie ist jedoch grundlegend anders.

Wenn eine Batterie in einen sogenannten Thermal Runaway gerät, eine sich selbst verstärkende Kettenreaktion im Batteriepaket, erzeugt sie während des Brennens ihren eigenen Sauerstoff. Das bedeutet, dass sie keinen externen Sauerstoff benötigt, um weiter zu brennen. Temperaturen von über 1.000 °C sind möglich, dabei wird ein Gemisch aus toxischen und brennbaren Gasen freigesetzt, darunter Fluorwasserstoff. Zudem kann sich das Feuer Stunden oder sogar Tage später erneut entzünden, obwohl es scheinbar gelöscht wurde.

In einem geschlossenen Parkhaus entsteht dadurch ein besonders gefährliches Szenario. Giftige Gase sammeln sich an. Das Risiko einer Entzündung oder Deflagration – einer schnellen, unterschalligen Explosion – wird real. Benachbarte Fahrzeuge können leicht ebenfalls Feuer fangen. Und sogar die strukturelle Integrität des Gebäudes kann gefährdet sein.

Ein Brand in einem herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeug verhält sich auf eine Weise, die Feuerwehren gut kennen.

Was Sprinkler leisten – und was nicht

Sprinklersysteme sind wertvoll. Wenn sie ausgelöst werden, sprühen sie Wasser auf das Dach eines brennenden Fahrzeugs, halten umliegende Oberflächen feucht und helfen, die Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Fahrzeuge zu verlangsamen. Bei einem herkömmlichen Fahrzeugbrand kann dies entscheidend sein.

Bei einem EV-Batteriebrand haben Sprinkler jedoch klare Grenzen. Das Wasser trifft auf Dach und Motorhaube des Fahrzeugs, nicht auf das Batteriepaket, das sich im Fahrzeugboden befindet. Der Thermal Runaway setzt sich darunter ununterbrochen fort. Die entstehenden giftigen und brennbaren Gase werden nicht eingeschlossen. Das Feuer ist also nicht gelöscht – es wird lediglich von oben benetzt, während es im Inneren weiter brennt.

Dies ist keine Kritik an Sprinklersystemen, sondern lediglich die Erkenntnis, dass sie für dieses spezielle Problem nicht entwickelt wurden. Die Eindämmung eines EV-Batteriebrandes erfordert einen mehrschichtigen, speziell entwickelten Ansatz. Genau das bietet das Fire-Isolator-Konzept.

Das Fire-Isolator-Konzept: Vier Werkzeuge, die zusammenarbeiten

Das Fire-Isolator-Konzept wurde über mehr als vier Jahre hinweg in realen Brandtests entwickelt und ist ein mehrschichtiges Eindämmungssystem, das auf vier integrierten Werkzeugen basiert. Es versucht nicht, einen Thermal Runaway mit nur einem Produkt zu stoppen. Stattdessen kombiniert es physische Eindämmung, chemische Brandunterdrückung, gezielte Kühlung und direkte Intervention, um das Feuer auf allen Ebenen zu bekämpfen.

1. Die EV-Löschdecke: Eindämmen statt ersticken

Die Fire-Isolator EV-Löschdecke wird über das brennende Fahrzeug gelegt. Wichtig ist zu verstehen, was sie leistet und was nicht. Da eine Batterie im Thermal Runaway ihren eigenen Sauerstoff erzeugt, besteht die Aufgabe der Decke nicht darin, die Luftzufuhr abzuschneiden. Stattdessen erfüllt sie drei konkrete Funktionen: Sie schließt das Feuer physisch ein und begrenzt die Wärmestrahlung auf benachbarte Fahrzeuge, sie minimiert das Austreten giftiger Dämpfe und Gase in die Umgebung und – entscheidend – sie schafft den abgeschlossenen Raum, in dem die Aerosoleinheiten effektiv wirken können. Darüber hinaus verschafft sie wertvolle Zeit, um einen Plan zu entwickeln, wie das Fahrzeug aus dem Parkhaus entfernt werden kann.

Sprinkler allein reichen nicht aus: Wie man einen EV-Brand in einem Parkhaus eindämmt
EV-Löschdecke

2. Kaliumnitrat-Aerosoleinheiten: Neutralisierung der Gase

Sobald die Decke platziert ist, werden tragbare Kaliumnitrat-Aerosoleinheiten (KNO₃) darunter eingesetzt und so nah wie möglich und sicher an der Batterie positioniert. Diese Einheiten wirken auf mehrere Arten: Sie kühlen die Verbrennungszone durch Wärmeaufnahme, verdrängen und verdünnen brennbare Gase, die sich unter der Decke angesammelt haben, und unterbrechen die radikalen Kettenreaktionen, die die Verbrennung aufrechterhalten. Darüber hinaus können sie möglicherweise die Zersetzungschemie der Batterie selbst beeinflussen. Zusammen mit der Löschdecke schaffen sie Bedingungen, unter denen Deflagration, Gasentzündung oder Explosion aktiv unterdrückt werden.

Die Ergebnisse sprechen für sich. In mehr als fünfzehn Realbrandtests mit dem Fire-Isolator-Konzept wurde noch nie eine Gasentzündung oder Explosion beobachtet. In zwei dieser Tests waren lediglich zwei tragbare Aerosoleinheiten ausreichend, um den Thermal Runaway in NMC-Lithium-Ionen-Batterien vollständig zu stoppen. Eine Löschdecke allein kann dies nicht erreichen. Erst die Aerosole machen den Unterschied zwischen reiner Eindämmung und tatsächlicher Brandunterdrückung.

3. Wassernebel-Applikatoren: Kühlung der Batterie und Schutz der Einsatzkräfte

Wassernebel wird im Fire-Isolator-Konzept auf zwei spezifische Arten eingesetzt. Zunächst werden leichte Wassernebel-Applikatoren unter das Fahrzeug geschoben, um kühlenden Wassernebel direkt in das Batteriefach zu leiten – die Quelle des Thermal Runaway. Feine Wassertröpfchen sind deutlich effektiver bei der Aufnahme von Wärme aus der Luft als ein konzentrierter Wasserstrahl. Außerdem hat ein herkömmlicher Feuerwehrschlauch bei einem mit einer Decke abgedeckten Fahrzeug kaum eine sinnvolle Zielstelle.

Zusätzlich wird eine tragbare Wassernebellanze verwendet, um Nebel über die Löschdecke und die Umgebung zu sprühen. Dadurch wird das Fahrzeug durch die Decke hindurch gekühlt und gleichzeitig werden giftige Dämpfe und Gase in der Luft rund um das Fahrzeug niedergeschlagen. Dies dient nicht nur der Brandbekämpfung, sondern auch dem aktiven Schutz der Einsatzkräfte im betroffenen Bereich.

4. Die EV FireGun: Direkt zur Brandquelle

Das vielleicht innovativste Element des Fire-Isolator-Konzepts ist die EV FireGun (FI-FIREGUN), eine spezialisierte, vollständig isolierte Lanze, ausgelegt für 1.000 Volt und geprüft nach EN/IEC 60900. Sie durchdringt physisch den Fahrzeugboden, um direkt zum Batteriefach vorzudringen. Die Entwicklung dieses Werkzeugs dauerte mehr als fünf Jahre und umfasste umfangreiche Labor- und Realbrandtests.

Sobald sich die FireGun im Batteriepaket befindet, liefert sie 40 Liter Wasser pro Minute bei zwei Bar direkt zu den Zellen im Thermal Runaway. Diese interne Kühlung bekämpft das Feuer direkt an seiner Quelle – auf eine Weise, die keine externe Löschmethode, so fortschrittlich sie auch sein mag, erreichen kann. Herkömmliche Löschmethoden erfordern enorme Wassermengen von außen und sind oft nur begrenzt effektiv. Die FireGun macht den Prozess schneller, gezielter und deutlich effizienter. In Kombination mit den anderen Elementen des Konzepts reduziert sie das Risiko einer Brandausbreitung und Wiederentzündung erheblich.

Einsatzbereit: das Fire-Isolator-Kit

Das Fire-Isolator-Konzept ist kein theoretischer Ansatz. Es ist bereits heute als vollständiges, einsatzbereites Kit erhältlich, untergebracht in einem wandmontierten Schrank mit einer Löschdecke auf einem Trolley, Wassernebel-Applikatoren und einem Set von Aerosoleinheiten. Eine Wärmebildkamera ist ebenfalls enthalten, sodass Einsatzkräfte die Situation während des gesamten Einsatzes überwachen können. Wichtig ist, dass die Fire-Isolator-Produkte von geschultem Personal eingesetzt werden müssen, das persönliche Schutzausrüstung und umluftunabhängigen Atemschutz trägt. Es existieren auch Frühwarnsysteme zur Erkennung von Thermal Runaway in Fahrzeugbatterien. Wenn ein Fahrzeug lediglich beginnt sich zu erwärmen, können Einsatzkräfte möglicherweise leichtere Schutzkleidung tragen – dennoch ist Vorsicht entscheidend, da Gasfreisetzung und Stichflammen jederzeit auftreten können.

Diese Kits sind bereits in Parkhäusern an Flughäfen, in Einkaufszentren, Wohngebäuden und gewerblichen Einrichtungen im Einsatz. Überall dort, wo Elektrofahrzeuge geladen werden und wo die Folgen einer sich ausbreitenden Batteriebrandes katastrophal sein könnten, bietet ein Fire-Isolator-Kit eine zusätzliche Schutzschicht über das hinaus, was Sprinkler leisten können.

Fire-Isolator-Kit

Was das für Sicherheitsverantwortliche und Parkhausbetreiber bedeutet

Die Verbreitung von Elektrofahrzeugen nimmt weiter zu. Ebenso nimmt die Häufigkeit zu, mit der Batteriebrände von Elektrofahrzeugen in den Nachrichten erscheinen. Für alle, die für die Sicherheit eines Parkhauses verantwortlich sind – insbesondere mit Ladeinfrastruktur – lautet die Frage daher nicht mehr, ob dieses Risiko ernst genommen werden sollte. Die entscheidende Frage ist, ob die bestehenden Schutzmaßnahmen tatsächlich ausreichend sind.

Sprinkler sind ein notwendiger Ausgangspunkt, aber sie sind keine vollständige Lösung. Das Fire-Isolator-Konzept schließt genau die Lücke, die Sprinkler nicht abdecken können: die Eindämmung des Brandes, die Neutralisierung von Gasen, die Kühlung der Batterie von innen und die Bereitstellung der richtigen Werkzeuge sowie einer sicheren Arbeitsumgebung für Einsatzkräfte, um den Vorfall effektiv zu bewältigen.

Wenn Sie Sicherheitsmanager, Feuerwehrverantwortlicher oder Parkhausbetreiber sind und Ihre Vorbereitung auf EV-Brände überprüfen, freuen wir uns über das Gespräch. Das Fire-Isolator-Konzept wurde in realen Bränden getestet, über Jahre weiterentwickelt und ist bereit, Teil Ihres Sicherheitskonzepts zu werden.

Kontaktieren Sie unser Team noch heute, um das Gespräch zu beginnen